Schöner Scheitern mit Zucker: 2011-2013

31. Juli 2011
Kündigung Mietvertrag des Zucker Clubs und der angeschlossenen Ateliers in der Friedrich-Rauers-Straße. Spätestens nach Einreichung einer Unterlassungsklage des Vermieters mit dem Ziel des Verbots von Bassvibrationen war das Verhältnis mehr als zerrüttet. 

Herbst 2011
erste Anfragen zwecks Raumsuche bei der ZwischenZeitZentrale Bremen (ZZZ)

31. Oktober 2011
Gründung Zuckerwerk e.V
das über die Jahre gewachsene Netzwerk um den Zucker Club schließt sich in einem Verein zusammen. Der Zucker Club war als GbR organisiert. 

Herbst 2011
Gründung einer vereins-internen “Future AG” zur gezielten Suche nach neuen Räumlichkeiten

Anfang 2012
intensive Suche der Future AG auf dem privaten Immobilienmarkt 

15. April 2012
Erstellung und Einreichung Projektentwurf zum *Neuland*
2010 haben wir einen wunderschönen Sommer auf dem leerstehenden Gelände des ehemaligen Sucht-Reha-Zentrum der AWO an der Neuenlander Straße verbracht. Die AWO war ausgezogen, da das Grundstück als Ausgleichsfläche für die geplante A281 gebraucht wurde. Im Laufe der Zeit haben wir immer wieder nach Möglichkeiten der Zwischennutzung gefragt, diesmal wollen wir das Gelände dauerhaft nutzen. 

10. Mai 2012
Abgabe eines Antrages auf Förderung an Senator für Kultur

26. Mai 2012
Demo für ein neues Zucker
Wir fordern die Überlassung der ehemaligen AWO-Einrichtung an der Neuenlander Straße (Neuland) sowie die finanzielle Förderung für den laufenden Betrieb durch den Kultursenat im Rahmen unseres Antrags. Flyer Pressemitteilung

⇒ Den Antrag kriegen wir nicht durch. Und auch beim Neuland kommen wir nicht weiter. Das Gelände wird irgendwann an EADS oder Opel Bergmann verkauft. Die Gebäude sind heute abgerissen, das Gelände liegt brach. 

24. Juni 2012
letzte Party im Zucker Club 

Nov. + Dez. 2012
Nach langer Diskussion knapper Beschluss zur Einreichung eines Konzeptes beim Wettbewerb „Leuchttürme der Kreativwirtschaft Bremen der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB).

⇒ wir erhalten eine Förderung über 100.000 Euro investive Mittel. Das bedeutet, dass das Geld nur für langfristige Investitionen ausgeben werden kann, etwa für eine Immobilie oder Baumaßnahmen. Das Geld wurde also noch nicht angefasst und auch noch nicht an uns ausgeschüttet. Es ist für Investitionen in den Bunker eingeplant. 

Ende 2012 bis November 2013
Arbeit am Konzept für Richard-Dunkel-Straße
Monatelange Bestrebungen um eine Brache in der Neustadt. Ausarbeitung Raumkonzept und Beginn Ausarbeitung Finanzkonzept (400.000€ für einen kleinen Containerbau). Beauftragung eines Architekten.  Zuständig für die Flächenvermarktung in diesem Gebiet war die WFB. Bedenken der Firmen auf der anderen Straßenseite. 

9. April 2013
Spontandemo auf dem Marktplatz
“Wir sind heute hier und fordern lautstark die Überlassung der Brachfläche in der Richard-Dunkel-Str. In den nächsten Tagen soll darüber entschieden werden, ob wir die Fläche kriegen können. Wir brauchen Raum! Wir brauchen endlich einen Ort an dem wir wieder agieren können!” Redebeitrag 

⇒ Richard-Dunkel-Straße: gescheitert an einem Bodengutachten

Mai 2013
⇒ Bis hierhin haben wir etwa 40 Immobilien im gesamten Stadtgebiet geprüft. Eine Übersicht inklusive eines von uns erstelltem Anforderungsprofils findet ihr in diesem Dokument (aus Datenschutzgründen sind hier viele Stellen geschwärzt) 

Mai 2013
Unterseedorf
Dreiwöchiges Festival auf einer Brache in der Überseestadt. Vermittelt durch die ZZZ. Endlich wieder Action: eine große Crew hat für drei Wochen ein wahnsinniges Programm auf die Beine gestellt. Trotz des Wetters, es hat quasi durchgängig gestürmt und geregnet. Es gab strenge Auflagen, aber keinen Ärger mit den Anwohner*innen. Die Brache wurde ziemlich schnell danach mit Wohnungen bebaut.

ab November 2013
Bestrebungen um eine sehr aussichtsreiche Immobilie im Holzhafen in Verwaltung der WfB…

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KOMMT ZUM DEMO-RAVE AM 9. JUNI