Das Netzwerk

Die Strukturen des Netzwerks um das Zucker erwuchsen aus der Arbeit freier Kollektive, die in Bremen an verschiedene Orten Veranstaltungen ins Leben riefen und sich 2003 erstmals als Verein organisierten. Dieser Verein legte mit seiner Arbeit den Grundstein für die Entstehung des Zucker Club im Jahr 2007. Um den bis 2012 bestehenden Zucker Club wuchs dieses große kreative Netzwerk aus Kunst- und Kulturprojekten und Einzelakteur*innen stetig (und tut es bis heute). Nach der Schließung des Zucker Clubs fand es sich unter dem Dach des Vereins Zuckerwerk e.V. zusammen.

Die Schwerpunkte der Akteur*innen liegen in der Produktion elektronischer Musik , der Videokunst, des Lichtdesigns, der Malerei, Illustration und Fotografie. Gemeinsamer Grundsatz ist das soziale und solidarische Miteinander, eine unkommerzielle Ausrichtung allen Schaffens und die aktive Ablehnung jeglicher Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie oder irgendeiner Form von Diskriminierung.

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Derzeitiger Fixpunkt des Netzwerkes ist eine Ateliergemeinschaft mit über 50 Künstler*innen und Musiker*innen in der Überseestadt. Mit viel Tatendrang und unbändiger Energie entstehen im und aus dem Netzwerk regelmäßig selbstorganisierte, unkommerzielle Parties, Konzerte und Festivals an verschiedenen Orten Bremens. Seit der Schließung des Zucker Clubs wurde sich mit Nachdruck auf Raumsuche begeben, für einen neues, eigenes, selbstorganisiertes soziokulurelles Zentrum in Bremen. Seit Ende 2015 ist mit dem Hochbunker in der Hans-Böckler-Straße eine vielversprechende Immobilie in Aussicht. Um den Traum vom neuen Zucker umzusetzen, wurde im Spätsommer 2016 der gemeinnützige Verein Zucker e.V. gegründet, der im Falle einer Realisierung auch Träger des neuen Kulturzentrums sein wird.

Das Netzwerk entwickelt seine Stärke aus der einfachen Erkenntnis, dass Hierarchien die Freisetzung von Kreativität und die freie Entfaltung der Einzelnen einschränken. Ein Netzwerk oder ein Verein mit flachen Hierarchien hingegen ermöglicht die Partizipation von Vielen, deren Wissensaustausch untereinander und nicht zuletzt die sozialen Kompetenzen aller Beteiligten. Dieser Prozess fördert die Entwicklung junger Musiker*innen und Künstler*innen in Bremen. Mitwirkende als auch Besucher*innen erkennen den Reiz, den diese Form von gemeinschaftlich organisierten Veranstaltungen mit sich bringt. Viele Menschen fühlten und fühlen sich dadurch ermutigt, selbst aktiv zu werden, Ausdrucksformen zu finden, sich einzubringen.

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