Das neue Zucker

Nach mehr als vier Jahren Raumsuche, mehr als 60 besichtigten Immobilien und vielen Rückschlägen, sind wir – ein großes Netzwerk Kunst- und Kulturschaffender aus Bremen – diesmal ganz nah dran: Ein neues Zucker kann entstehen! Dem Zucker-Netzwerk wird der Kauf des Hochbunkers an der Hans-Böckler-Straße in der Überseestadt Bremen angeboten! Auf einer Gesamtfläche von ca. 1500 m² und auf insgesamt acht Stockwerken bietet der Bunker neben Ateliers, Studios und Werkstätten genug Raum für einen Club mit mehreren Floors. Also richtig viel Platz für ein gutes Leben im falschen Beton. Neben dem Kauf muss der Bunker großflächig umgebaut werden. 

Fotos: Rasmus Rienecker

Seit Ende 2015 stecken wir in den Planungen für dieses Projekt. Mittlerweile steht die Finanzierung komplett, die Unterstützung vieler, vieler Menschen aus dem Netzwerk und darüber hinaus, von Stiftungen, von Akteur*innen der Bremer Politik ist überwältigend! Trotzdem stockt gerade einiges auf dem Weg zum Bunkerkauf und zur (Um-)Baugenehmigung. Die einmal geplante Eröffnung im Spätsommer 2017, von der wir bis Ende 2016 noch ausgehen konnten, wird es definitiv nicht geben! Im Moment können leider nicht sagen, wann es losgeht und wann wir endlich auf der Baustelle stehen können. Eine Bebauungsplanänderung für das Grundstück ist auf den Weg gebracht und dieser Prozess kann sich hinziehen. It’s politics, it’s Bürokratie, it’s complicated. Für uns ist das alles sehr frustrierend, aber wir kennen diese Kämpfe und Prozesse auch aus der langen Zeit der Raumsuche. Wir bleiben dran – für unser Recht auf Kultur, unser Stück Stadt, unsere Hüpfburg aus Beton!

♥ In the meantime findet ihr uns auf dem Lankenauer Höft, wo wir gemeinsam mit vielen Akteur*innen den Sommer über die Höfte schwingen werden! ♥


Wie soll das neue Zucker finanziert werden?

Es gibt verschiedene Szenarien (best und worst case) für die Ausgaben, die auf uns zukommen. Im Moment wird insgesamt mit Ausgaben von ca. 740.000 € gerechnet (Stand Januar 2017). Auch wenn diese Summe auf den ersten Blick wahnsinnig erscheint, wir wollen und können das schaffen! Und zwar

  • mit einem Kredit bei der GLS Bank in Höhe von 500.000 €. Wir haben Gespräche mit der Bank geführt und eine Kreditbereitschaftserklärung erhalten! Wir kalkulieren mit einer Laufzeit von 15 bis 20 Jahren, bis der Kredit abgezahlt ist. Die Konditionen des Kredites verbessern sich wenn viele Leute bürgen. Wenn du uns helfen willst, die Konditionen des Kredits zu verbessern, kannst du eine Bürgschaft für uns abgeben.
  • mit Geldern der WFB: im Rahmen eines Wettbewerbs wurde dem Zucker-Netzwerk bereits vor einigen Jahren ein Betrag von 100.000 € zugesagt. Damit wird der Kauf des Bunkers teilfinanziert.
  • mit Geldern aus einem Crowdfunding! Wir haben von Mitte Dezember 2016 bis Mitte Januar 2017 60.000 € in einem Crowdfunding gesammelt. Knapp 1200 Zupporter*innen haben uns unterstützt! Hier könnt ihr die Aktion noch einmal anschauen: www.startnext.com/zuckerbremen
  • über Förderanträge. Wir stellen Förderanträge bei Stiftungen der Kulturförderung zur Teilfinanzierung der Gesamtsumme und haben hier auch schon größere Beträge generieren können. 

Was muss gemacht werden?

Der Hochbunker ist seit vielen Jahren nicht mehr genutzt worden und muss nun renoviert und für unsere Zwecke umgestaltet werden. Konkret bedeutet dies unter anderem:

  • einige Wände und Decken müssen raus
  • Eine leistungsstarke Lüftungsanlage muss eingebaut werden
  • Ein Fahrstuhl für barrierefreien Zugang muss eingebaut werden
  • Die Elektrik muss erneuert werden, da sie den aktuellen Standards nicht mehr entspricht
  • Aus Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft soll vor dem Gebäude ein geschlossener Außenbereich entstehen
  • Nicht zuletzt soll der Innenraum gestaltet und mit Technik bestückt werden

Wir wollen versuchen, möglichst viele Arbeiten selbst und damit kostengünstig zu erledigen (wobei wir uns über viele unterstützende Hände freuen, wenn es soweit ist). Aber da wir bis jetzt noch keinen Presslufthammer im Keller gefunden haben und niemand eine mehrjährige Ausbildung zum/zur Elektriker*in vorweisen kann, brauchen wir an vielen entscheidenden Stellen externe Hilfe – und kommen so auf die oben genannte Summen. 

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